Permission to Feel von Marc Brackett
Permission to Feel: Unlocking the Power of Emotions to Help Our Kids, Ourselves, and Our Society Thrive ist das Buch von Marc Brackett, Ph.D., Gründungsdirektor des Yale Center for Emotional Intelligence und Schöpfer des Mood Meter. Diese Seite fasst die Ideen in eigenen Worten zusammen und gibt keine langen Auszüge wieder.
In einer Kultur, die Gefühle oft abtun will, vertritt Brackett das Gegenteil: Menschen brauchen die Erlaubnis, zu fühlen. Aus Forschung, eigenen Erfahrungen und alltagstauglichen Werkzeugen zeigt er, wie emotionale Intelligenz Lernen, Führen, Elternschaft und das eigene Leben verändern kann.
Mit diesem Buch wurde der RULER-Ansatz einer breiten Leserschaft vorgestellt. Er legte zugleich den Grund für den Mood Meter. RULER steht für Erkennen, Verstehen, Benennen, Ausdrücken und Regulieren. Der Ansatz wird in vielen Schulen und Organisationen genutzt. Dieser Shop ist nicht der offizielle Shop der Yale University.
Warum es die Erlaubnis zu fühlen braucht
Viele Menschen sind damit aufgewachsen, dass bestimmte Gefühle unerwünscht waren: sich zusammenreißen, nicht weinen, eine heitere Miene aufsetzen. Deshalb fehlen oft die Fähigkeiten, Gefühle zu erkennen, zu verstehen und mit ihnen zu arbeiten.
Brackett beschreibt die Kosten dieser Unterdrückung für Beziehungen, Entscheidungen, seelische Gesundheit und ein gutes Leben. Permission to Feel schlägt einen anderen Weg vor. Gefühle sind Information, kein Fehler, den man löschen müsste.
Emotionale Intelligenz ist in diesem Buch keine weiche Zugabe. Sie ist eine Lebensfähigkeit, die sich in jedem Alter lehren und lernen lässt.
Kernideen des Buches
Im Mittelpunkt steht der RULER-Rahmen:
- Erkennen von Gefühlen bei sich und anderen
- Verstehen der Ursachen und Folgen
- Benennen mit einem genauen Wort
- Ausdrücken auf eine passende und konstruktive Art
- Regulieren, damit eigene Ziele erreichbar bleiben
Brackett verbindet Forschung mit Beispielen aus Klasse, Arbeitsplatz und dem eigenen Leben. Wenn Menschen und Gemeinschaften diese Fähigkeiten aufbauen, reicht der Nutzen über das persönliche Wohlbefinden hinaus: Lernen, Beziehungen, Führung und Lebensqualität können davon profitieren. Schulische Befunde, die in diesem Zusammenhang genannt werden, gelten für den vollständigen RULER-Ansatz, nicht für die Poster dieses Shops und nicht für Rollenspiel.
Wie das Buch zum Mood Meter führt
Ein besonders praktisches Werkzeug aus Bracketts Arbeit ist der Mood Meter. Er bildet Gefühle auf zwei Achsen ab: Energie (hoch bis niedrig) und Angenehmheit (unangenehm bis angenehm).
- Rot – hohe Energie, unangenehm (Ärger, Angst, Frustration)
- Blau – niedrige Energie, unangenehm (Traurigkeit, Müdigkeit, Entmutigung)
- Grün – niedrige Energie, angenehm (Ruhe, Zufriedenheit, Entspannung)
- Gelb – hohe Energie, angenehm (Begeisterung, Freude, Schwung)
Das Buch erklärt, warum diese Wahrnehmung wichtig ist und wie die übrigen Fähigkeiten dazukommen. Der Mood Meter ist der Check-in im Moment. Die Wörter stehen auf der Karte.
Was Leserinnen und Leser mitnehmen
Das Buch bleibt nicht bei der Theorie. Es lädt zu einer anderen Haltung ein, unter anderem:
- sich und anderen die ganze Breite der Gefühle zuzugestehen
- ein genaueres Gefühlsvokabular aufzubauen
- zu Hause, in der Klasse und am Arbeitsplatz Bedingungen zu schaffen, in denen Gefühle besprechbar sind
- zu sehen, wie diese Fähigkeiten Lernen, Kreativität und Belastbarkeit stützen
- zu verstehen, warum emotionale Intelligenz Einzelnen und der Gesellschaft nützt
Besonders angesprochen sind Eltern, Lehrkräfte und Führungskräfte, die gesunde Gewohnheiten vorleben möchten.
Für wen das Buch gedacht ist
- Eltern, die Kinder emotional sprachfähiger begleiten möchten
- Lehrkräfte und Schulleitungen mit Interesse an sozial-emotionalem Lernen
- Führungskräfte, die Kultur und Gespräche im Team verbessern möchten
- Menschen, die mit dem Verstehen oder Regulieren der eigenen Gefühle ringen
- Leserinnen und Leser, die eine forschungsnahe Grundlage suchen
Wer vor allem die Regulierung vertiefen möchte, findet im späteren Buch Dealing with Feeling die Fortsetzung. Dazu gibt es eine eigene Seite: Umgang mit Gefühlen.
Heute anfangen
Permission to Feel bleibt eines der zugänglichsten Bücher zur emotionalen Intelligenz. Es gibt die wissenschaftliche Einordnung und die Erlaubnis, mit Gefühlen geschickter und milder umzugehen.
Die Ideen des Buches lassen sich mit dem Mood Meter üben, etwa über die Anleitung und die Tafeln im deutschen Shop. Wer sich und anderen das Fühlen zugesteht, öffnet die Tür zu besseren Beziehungen, klarerem Denken und einem erfüllteren Leben. Fragen gehen an die Kontaktseite.
Mehr über den Autor: Marc Brackett. Mehr über den Ansatz: RULER.